Jesu Liebe

St. Petrigemeinde ZwickauPredigten

Predigt am Sonntag Lätare 2020

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Liebe Freunde in Christus!

In den letzten Tagen und Wochen bewegt uns vor allem eine Sache: das Corona-Virus oder auch COVID-19 genannt. Viele von uns haben sich damit beschäftigt, die Nachrichten geschaut und die aktuellen Fallzahlen des Robert-Koch-Institutes aufgerufen. Die Ereignisse überschlagen sich gerade. Das hat vielleicht etwas in den Hintergrund gedrängt, wie die ganze Sache ihren Anfang nahm. Im Januar kamen die ersten Nachrichten über China und das Virus. Aber alles war noch weit weg und viele Menschen sprachen von Panikmache. Das Virus sei nicht viel schlimmer als die Grippe, die uns alljährlich ereilt.

Erinnert ihr den Moment, an dem euch ein wenig bewusster wurde, dass es doch eine größere Sache ist, die da auf uns zurollt? Vielleicht war es die Geschichte des Kreuzfahrtschiffes „Diamond Princess“. Die Reise mit diesem Luxusliner wurde für die Passagiere zum Albtraum, weil sich das Schiff vor der Küste Tokios ungewollt in eine Quarantäne-Station auf See verwandelte. Das, was als erholsamer Urlaub begonnen und als unbeschwerte Zeit geplant war, verwandelte sich zum Symbol der Epidemie. Wochenlang durften die Passagiere das Schiff nicht verlassen, weil sich das Virus schnell und leicht verbreitete. Hunderte erkrankten an Bord, sechs Menschen starben. Menschen, wie wir es sind. Menschen, die einfach nur eine gute Zeit verbringen wollten, die aber nun eingesperrt in ihren Zimmern saßen und nicht so genau wussten, was ihnen bevorsteht.

Und dann denkt an die 3.700 Menschen, mit denen wir uns vielleicht nicht so leicht identifizieren können: Denkt an die Menschen, die an Bord dieses Schiffes ihre Arbeit verrichteten. Vielleicht waren sie dort, weil sie Schiffe mögen oder den Ozean. Vielleicht war es ihr Traum, auf einem Luxusliner zu wirken oder sie mochten es einfach, Menschen zu unterhalten. Sie lebten nicht in den luxuriösen Zimmern der ersten Klasse, sondern in Quartieren im unteren Teil des Schiffes. Vier oder fünf von ihnen teilten sich ein Bad. Aber sie waren dem Virus ebenso ausgesetzt wie die Urlauber. Sie hatten sich an Bord gemeldet, um damit ihr Brot zu verdienen. Aber nun waren sie ebenfalls in Gefahr.

Denkt an diese Menschen und an ihre Arbeit. Viel wird nicht darüber berichtet, aber sie kümmerten sich in dieser Zeit um die Passagiere und ganz besonders um die Kranken. Sie flohen nicht vor den Problemen, im Gegenteil, sie machten Überstunden und dienten auf diesem Schiff. Mancher würde vielleicht sagen: „Das ist mir zu schwer. Dafür bin ich nicht angeheuert worden. Das ist unter meiner Würde.“ Aber keiner von ihnen hörte auf zu dienen. Dreimal täglich brachten sie den Menschen Mahlzeiten – jedem von ihnen, auch denen, die sich infiziert hatten. Und das alles ohne die Hilfsmittel, die man in einer solchen Situation bräuchte.

Denken wir an diese Schiffsbesatzung und ihren schweren Einsatz, vor dem mancher vielleicht zurückgeschreckt wäre. Denn wir wollen uns in dieser Passionszeit weiter Gedanken machen über Jesus. Und den Text, den wir heute näher betrachten, passt in gewisser Weise zu dem, was wir gerade erleben. Was tun wir in einer solchen Situation? Wie gehen wir damit um? Und wo finden wir Hoffnung in Tagen, an denen es kaum noch gute Nachrichten gibt? Wissenschaftler suchen zwar nach einer Lösung, nach einem Impfstoff, gefunden haben sie ihn aber noch nicht. Die Angst ist real: Was geschieht, wenn unser Gesundheitssystem zusammenbricht und nicht mehr jeden medizinisch versorgen kann? Was, wenn mir nicht mehr geholfen werden kann?

Deswegen mag ich so sehr, was wir heute an Jesus sehen. Denkt an die Arbeiter auf dem Schiff, die einen Job verrichteten, den sie nicht verdient hatten. Denn das sehen wir in Jesus, nur auf vollkommene Art und Weise. Wir hören heute nicht nur davon, was Jesus tat, sondern auch warum er es tat. Und wir wollen darüber nachdenken, was das mit uns und unserer derzeitigen Situation zu tun hat.

Denn unser Text heute offenbart das Herz Gottes, welches Menschen liebt, die verletzt sind. Es ist ein Herz, das sich mitten in das Durcheinander begibt, wenn die Dinge zerbrochen sind. Es ist ein Herz, das mitten in Angst, Sorge und Verzweiflung Hoffnung und Frieden anbietet.

Unser Predigttext stammt aus dem Matthäusevangelium, Kapitel 4, und wir beginnen bei Vers 23. Dort heißt es:

Und Jesus zog umher in ganz Galiläa, lehrte in ihren Synagogen und predigte das Evangelium von dem Reich und heilte alle Krankheiten und alle Gebrechen im Volk.

Drei Bereiche der Arbeit Jesu werden hier beschrieben. Da ist zuerst das Lehren in den Synagogen. Auch wir kennen die wöchentlichen Zusammenkünfte in unserer Kirche. Und so war es auch damals. Die Rabbinen lehrten, damit die Menschen im Glauben wachsen konnten. Dann lesen wir, dass Jesus das Evangelium predigte. Sicher, er sagte auch immer wieder, dass Umkehr nötig sei, vor allem aber verkündete er die Lösung: Er selbst, der Messias war gekommen, um die Sünden einer ganzen Welt zu vergeben. Schließlich heißt es, dass Jesus „alle Krankheiten und alle Gebrechen im Volk“ heilte. Mit diesem letzten Punkt wollen wir uns heute besonders beschäftigen. Denn in unserem Text heißt es nun weiter:

Und die Kunde von ihm erscholl durch ganz Syrien. Und sie brachten zu ihm alle Kranken, mit mancherlei Leiden und Plagen behaftet, Besessene, Mondsüchtige und Gelähmte; und er machte sie gesund. Und es folgte ihm eine große Menge aus Galiläa, aus den Zehn Städten, aus Jerusalem, aus Judäa und von jenseits des Jordans.

Was geschah hier? Zu Jesus strömten die Menschen aus allen Richtungen – aus Galiläa selbst, aus dem größeren Gebiet der Zehn Städte, aus Jerusalem, ganz Judäa und sogar aus Syrien. Zahllose Menschen. Wir können uns vielleicht vorstellen, was für eine harte Arbeit das für Jesus bedeutete – für alle Menschen dazusein, die ganze Zeit.

Jesus hätte einen anderen Weg wählen können. Er hätte seine Zeit damit verbringen können, den Kopf in seine Bücher zu stecken und sich mit den neuesten Lehren der Rabbinen zu beschäftigen. Er hätte Schriften verfassen und Thesen veröffentlichen können, um alles zu erklären und zu widerlegen, was die Pharisäer und Sadduzäer hinsichtlich Gott lehrten. Er hätte sich um Ordnungsfragen streiten können und um Mitteldinge. Aber Jesus hat das nicht getan.

Oder denkt daran, dass Jesus genau wusste, dass bald das Kreuz auf ihn wartet. Damit verbunden war das Ertragen von großem Schmerz. Seiner menschlichen Natur nach wusste er vielleicht nicht in jedem Detail, wie hart es werden wird. Aber dass das Kreuz Schmerz und Qual bedeutete, war damals jedem klar. Jesus hätte die drei Jahre seiner Wirksamkeit mit körperlichem Training verbringen können, um besser auf diese Situation vorbereitet zu sein. Aber Jesus hat auch das nicht getan.

Und dann denkt an die Belastung, dass Jesus bald die Sünde der ganzes Welt tragen und voll und ganz vom Vater verlassen sein würde. Denkt an das Gewicht, das auf Jesu Schultern lastete, den ganzen Willen Gottes zu tun. Kein Gebot durfte er auslassen, noch das letzte Tüpfelchen auf dem i des Gesetzes vergessen. Wäre da nicht der Rückzug in die Einsamkeit besser gewesen? Drei Jahre des Gebetes und der Beschäftigung mit Gottes Wort – fernab der Menschen? Aber Jesus hat das nicht getan.

Denn das Kreuz war zwar das finale Erlösungswerk, aber Jesus war ganz allgemein auf diese Welt gekommen, um sündige Menschen zu lieben. Wie die Menschen aus unserem Text heute. Wir lesen von Menschen, die es schwer hatten, die verletzt waren, krank, bettlägerig. Er war gekommen für Menschen mit zerbrochenen Beziehungen, für Sünder. In Johannes 4 sagte Jesus:

Meine Speise ist die, dass ich tue den Willen dessen, der mich gesandt hat, und vollende sein Werk.

Das ist Jesu Speise, seine geistliche Nahrung: Gottes Willen zu tun, sein Werk zu vollenden, nämlich Menschen zu lieben. Das war immer Gottes Ziel. Adam und Eva schuf Gott mit der Absicht, sie zu lieben. Aber selbst als die Beiden ihm den Rücken zuwendeten, indem sie von der Frucht aßen, kehrte Gott ihnen seinen Rücken nicht zu. Er liebte sie weiter und machte ihnen das Versprechen, den Retter zu senden, der das tun würde, was sie nicht konnten, nämlich sein Werk vollenden.

Als also zu Jesus immer mehr Menschen strömten, ging er nicht weg, verschloss er nicht die Tür, um zu studieren oder sich in der Stille auf das Kreuz vorzubereiten. Nein, er begegnete ihnen und ihrem Schmerz, ihrer Verletzung, ihrer Krankheit. Er kümmerte sich um ihre Angst, um die Depression. Er tat alles, um die Wunden zu verbinden und die Gefangenen zu befreien. Und das Herz Gottes ist ebenfalls für uns so groß, wie es das für die Menschen damals war.

Das ist auch deshalb so gut, wenn wir darüber nachdenken, was die meisten Menschen damals von Kranken und Gebrochenen hielten. Sie mieden sie. Aussätzige beispielsweise mussten sich nicht einfach nur in 14tägige Quarantäne begeben oder ein wenig soziale Distanz einüben. Es war nicht so, dass man sich die Hände wusch und den Handschlag für eine Zeit vermied. Nein, sie waren isoliert. Vollständig. Immer. Ohne Aussicht auf bessere Zeiten. Aussätzige wohnten in der Regel außerhalb der Ortschaften. Sie waren aus dem Stadt- oder Dorfbild entfernt worden. Und was tat Jesus, als er solchen Menschen begegnete? Er rannte nicht davon, sondern kam ihnen nahe und heilte sie.

Zudem nahmen damals viele Menschen an, dass jemand deshalb blind, taub oder lahm geboren war, weil ihre Eltern eine Sünde begangen haben müssen – so groß und so schwer, dass das nun die Folge davon ist. Die Kranken waren also nicht nur sozial isoliert, sondern auch geistlich. Jesus tat etwas, dass er nicht hätte tun müssen. Aber er wählte es dennoch und heilte. Und nicht nur das. Er vergab Sünden, denn er wusste um die geistliche Not, die alle haben.

Im Angesicht von Krankheit und all dem Zerbrochenen rannte Jesus nicht davon. Im Gegenteil. Stattdessen liebte er, war voller Mitleid und Barmherzigkeit, denn genau das war das Werk des Vaters, welches er vollendete.

Matthäus berichtet uns davon immer wieder in seinem Evangelium und beantwortet gleichzeitig die Frage, warum Jesus so handelte. In Matthäus 9,36 heißt es:

Und als er das Volk sah, jammerte es ihn; denn sie waren verschmachtet und zerstreut wie die Schafe, die keinen Hirten haben.

Matthäus 14,14:

Und Jesus stieg aus und sah die große Menge; und sie jammerten ihn und er heilte ihre Kranken.

Matthäus 15,32:

Und Jesus rief seine Jünger zu sich und sprach: Das Volk jammert mich; denn sie harren nun schon drei Tage bei mir aus und haben nichts zu essen; und ich will sie nicht hungrig gehen lassen, damit sie nicht verschmachten auf dem Wege.

Matthäus 20,34:

Und es jammerte Jesus und er berührte ihre Augen; und sogleich wurden sie wieder sehend, und sie folgten ihm nach.

Was verbindet all diese Stellen? Was ist der Grund für Jesu Liebe und für seine Taten? Immer wieder wird gesagt, dass es Jesus jammerte. Es ist also sein Mitleid mit uns Menschen. Mitleid setzen wir manchmal mit Empathie gleich, also der Gabe, sich in die Gefühle eines anderen hineinversetzen zu können, auch in den Schmerz und in die Not, die Sorge und Angst. Jesus nahm Anteil an Menschen, die zerstreut waren wie Schafe. Erinnert euch an die drei Gruppen von Menschen, mit denen Jesus oft Zeit verbrachte: Prostituierte, Zolleinnehmer und Sünder. Das waren damals die Leute, die im Volk am geringsten geachtet wurden. Aber Jesus sagte „Ja“ zu ihnen, denn er war gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist. Er suchte die, die verloren sind und vergab ihnen. Er suchte die, die krank waren und heilte sie. Er handelte, als Menschen Hunger hatten und speiste mit einem Mal 5000. Er kümmerte sich auch um leibliche Bedürfnisse.

Und das ist sicher etwas, um das wir uns derzeit ebenso Sorgen machen können. Wird es meinen Arbeitsplatz nach der Krise noch geben? Werde ich mit dem Kurzarbeitergeld auskommen? Werde ich meine Miete weiter bezahlen können? Diese Krise hat heftige Auswirkungen auf die Märkte; auf kleine und auf große Unternehmen, aber eben auch auf viele ganz persönlich. Und es ist noch nicht vorbei – Wissenschaftler sind der Meinung, dass wir erst am Anfang der Epidemie stehen.

Aber, meine Liebe, Jesus weiß all das. Er weiß es, weil er Menschen liebt. Was auch immer wir durchmachen müssen; womit wir im Leben zu kämpfen haben; welche Ängste wir ausstehen; worum unsere Gedanken kreisen oder was auch immer uns erwartet, wenn diese Pandemie – so Gott will – vorüber ist: Erinnert euch daran – Jesus erniedrigte sich selbst, so dass wir gesegnet sein können. Gesegnet mit Hoffnung für Hilflose. Gesegnet mit Frieden für Ängstliche. Gesegnet mit Freude für diejenigen, die dachten, es gäbe keinen Platz für sie. All diese Dinge bietet Jesus uns an, weil er uns liebt und sich um uns kümmert.

Und trotz dieses Glaubens, den wir haben dürfen, ist es nicht leicht, mit einer Situation wie der jetzigen umzugehen. Was wird diese Krankheit für mich bedeuten? Für meine Eltern oder Großeltern? Für den Ehepartner? Für die Menschen, die ich liebe? Werde ich in ein paar Monaten noch mit allen Mitgliedern meiner Familie umgeben sein?

Und geistlich? Vielleicht haben wir in der vergangenen Woche im Stillen gedacht: „Gott du kannst alles tun. Warum lässt du das zu? Warum hältst du das nicht auf? Kümmerst du dich wirklich Jesus? Ich habe Angst. Ich mache mir Sorgen, was die Zukunft bringen wird.“ Hören wir auf die Worte unseres Heilands, der zu seinem Vater betete:

Vater, die Stunde ist da: verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrliche; denn du hast ihm Macht gegeben über alle Menschen, damit er das ewige Leben gebe allen, die du ihm gegeben hast. Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen. Ich habe dich verherrlicht auf Erden und das Werk vollendet, das du mir gegeben hast, damit ich es tue.

Jesus sprach diese Worte wenige Stunden bevor er ans Kreuz ging. Dort wurde er verherrlicht, was nichts anderes bedeutet, als dass er dort einen grauenvollen Tod starb – für uns. Und warum? Weil er Menschen liebt; alle. Egal, wie ihre Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft auch aussehen mag. Er liebt sie – er liebt euch und mich – so sehr, dass er zuließ, an ein Stück Holz genagelt zu werden – für uns und an unserer Stelle. Er vollbrachte alles, damit uns die Strafe niemals trifft; damit wir sicher sein können, dass die Krankheit, die kein Arzt dieser Welt heilen und für die es nie einen Impfstoff geben wird, eine Ewigkeit lang besiegt ist. Meine Lieben, niemand kann genau sagen, was COVID-19 uns, unseren Familien und Mitmenschen antun wird. Aber wir dürfen Jesus kennen, der die schlimmste Krankheit auf diesem Planeten schon längst besiegt hat. Und deshalb bleibt wahr, dass Jesus bei uns ist – immer – bis an der Welt Ende – auch jetzt.

Meine Lieben, ich könnte jetzt „Amen“ sagen, aber zum Schluss möchte ich euch noch ein Wort aus dem 2. Korintherbrief mitgeben. Paulus schreibt:

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes, der uns tröstet in aller unserer Trübsal, damit wir auch trösten können, die in allerlei Trübsal sind, mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott.

Denkt noch einmal an die Mitarbeiter des Schiffes „Diamond Princess“ und wie sie mitten in der Krise anderen gedient haben, obwohl sie selbst dem Virus ausgesetzt waren. Viele Menschen um uns herum machen sich Sorgen oder haben gar Angst in diesen Tagen. Man muss einfach nur die Kommentarbereiche bei Twitter oder den großen Nachrichtenportalen lesen, um das zu wissen. Viele von ihnen haben keine Ahnung, wo sie jetzt Hoffnung und Frieden finden können. Darum ist es gut, wenn wir uns fragen: Wie können wir helfen? Nicht nur damit, die extra Packung Toilettenpapier im Regal stehen zu lassen. Nicht nur damit, dass wir für unsere Regierung beten und für alle, die sich derzeit um unsere Sicherheit und Gesundheit kümmern. Denkt an den Kollegen, der Angst hat. Denkt an den Nachbarn, der sich Sorgen macht. Denkt an das Familienmitglied, dass momentan nur Finsternis sieht. Wir haben Worte des Trostes. Wir haben sie selbst empfangen und wir dürfen sie weitergeben. Jesus liebt uns und er liebt alle Menschen.

Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.

Gebet:

Himmlischer Vater, wir danken dir für alle Menschen, die in diesen Tagen hart arbeiten, um unsere Versorgung, Sicherheit und Behandlungsmöglichkeiten zu gewährleisten. Wir beten für unsere Bundeskanzlerin, unseren Ministerpräsidenten und allen Entscheidungsträgern. Gib ihnen ein Herz, dass die Bedürfnisse erkennt und die vorhandenen Mittel weise einsetzt. Segne alle Menschen auf dieser Erde.

Wir danken dir für Ärzte, Krankenschwestern und -pflegernund für alle, die im Gesundheitsbereich tätig sind. Gib ihnen eine Extraportion Kraft und bewahre ihre eigene Gesundheit.

Sei bei den Älteren und bei denen mit Vorerkrankungen – in unserer Gemeinde, in unserem Land und überall. Bewahre sie nach deinem Willen.

Vater, schenke uns allen Liebe, so dass wir die Anweisungen befolgen, die die Ausbreitung stoppen sollen.

Vater, wir befehlen alles deiner Fürsorge an. Wir wissen, dass du der große Arzt unserer Seelen bist. Erinnere uns immer wieder daran, dass wir nicht allein sind, sondern dass du immer bei uns bist und uns niemals verlässt. Schenke den Ängstlichen Frieden; hilf den Hoffnungslosen; gib uns allen den Trost, dass dein Sohn für uns gestorben ist und so das ewige Leben geschenkt hat.

Das alles bitten wir dich in Jesu rettendem Namen. Amen.