Jesus und der Feigenbaum

St. Petrigemeinde ZwickauPredigten

Gebet: Lieber himmlischer Vater, du bist der ewige Gott. Das bedeutet, dass du nicht an die Zeit gebunden bist und deshalb unser gesamtes Leben überschauen kannst. Das heißt auch, dass du alle unsere Sünde siehst und wir wissen, was das eigentlich bedeuten müsste. Aber durch Johannes lässt du uns versichern: „Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, der gerecht ist. Und er ist die Versöhnung für unsre Sünden, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt.“ Wir bekennen dir also alle unsere Sünde. Wir verstecken nichts. Wir reden nichts klein oder suchen Ausreden. Wir rechtfertigen nichts. Sondern wir bekennen dir alle unsere Sünde – die, von denen wir wissen und die, von denen wir nicht wissen. Gleichzeitig danken wir dir für unseren Fürsprecher Jesus Christus, für sein Kreuz und für alles, was er für uns getan hat. Wir beten all das in Jesu rettenden Namen. Amen.

Liebe Freunde in Christus!

Auch wenn es eine sehr ungewöhnliche Passionszeit ist, die wir in diesem Jahr erleben, so ist sie doch für die allermeisten unter uns nicht die erste. Viele sind schon seit Jahren oder sogar Jahrzehnten Christen. Und das ist etwas Großartiges: Wie dankbar können wir sein, dass der Heilige Geist unseren Glauben seit der Taufe bis auf den heutigen Tag erhalten hat. Trotz mancher Irrungen und Wirrungen, trotz mancher Anfechtung und Schwerem kommen wir immer noch unter Gottes Wort zusammen, um auf die Stimme unseres Heilandes zu hören. Wie der Sämann aus dem Gleichnis vom vierfachen Acker streut dieser den guten Samen seines Wortes unter uns aus – bis auf den heutigen Tag. Und deshalb dürfen wir glauben, dass Jesus diese Welt mit all ihrem Schweren und Falschem überwunden hat. Unsere Zeit steht in seinen Händen. Er wird uns niemals verlassen. Egal, wie dunkel unsere Tage auch werden mögen, er bleibt unser Licht und unsere Erlösung.

Und dennoch gibt es immer eine Gefahr, wenn man schon lange Zeit Christ ist. Die Gefahr ist die Folgende: Obwohl ein Mensch Woche für Woche unter Gottes Wort kommen, die Gebete mitsprechen, zuhause in seiner Bibel lesen und mit der Familie christliche Lieder singen kann, bedeutet das nicht automatisch, dass er Früchte in seinem Leben hervorbringt. Im Gleichnis vom vierfachen Acker heißt es:

Und einiges (von dem Samen) fiel unter die Dornen, und die Dornen wuchsen empor und erstickten’s, und es brachte keine Frucht.

Markus 4,7

Es brachte keine Frucht: Manchen Christen fehlt zum Beispiel die Frucht der Freude, die Gott uns schenken will. Eine Freude, die nichts und niemand erschüttern kann (auch ein Virus nicht), weil nichts und niemand Gott erschüttern kann. Anderen wiederum mangelt es an der Frucht der Liebe, mit der Christus uns zuerst geliebt hat. Sie sind nicht freundlich oder gütig gegenüber ihren Nächsten sondern mürrisch und rechthaberisch. Und das obwohl uns Paulus zur Liebe ermuntert:

So folgt nun Gottes Beispiel als die geliebten Kinder und lebt in der Liebe, wie auch Christus uns geliebt hat und hat sich selbst für uns gegeben als Gabe und Opfer, Gott zu einem lieblichen Geruch.

Epheser 5,1f

Mehr Kirche, mehr Gebet, mehr Bibellese bedeutet also nicht automatisch und in jedem Fall, dass wir auch mehr Früchte des Geistes hervorbringen, wie etwa Liebe zu Gott und dem Nächsten, Freude über Gott und seine Wege, Frieden auch in schwierigen Zeiten, Geduld in den Wirrungen unserer Zeit, Freundlichkeit, Güte und Treue gegenüber jedermann, Sanftmut, Selbstbeherrschung. Manche Mitchristen, mit denen wir zu tun haben, sind der Beleg dafür. Ehrlicherweise sind wir es ja selbst oft genug, der aufrichtige Blick in den Spiegel zeigt es allzu deutlich. Lassen wir uns von Jesus deshalb daran erinnern, dass auch wir Umkehr nötig haben. Die Ereignisse der letzten Tage und Wochen sollen uns dafür eine besondere Erinnerung sein.

Gegen Ende seiner öffentlichen Wirksamkeit, genauer am Montag der Karwoche, wies unser Heiland auf diese Tatsache hin. Im 21. Kapitel des Matthäusevangeliums lesen wir von einer Begebenheit aus Jesu Leben, die uns auf den ersten Blick etwas seltsam erscheinen mag. Mehr noch: Beim ersten Lesen könnten wir sogar auf die Idee kommen, Jesus würde an dieser Stelle nicht sonderlich christusgemäß handeln. Und doch lehrte er seine Jünger und damit auch uns etwas sehr Wichtiges über den christlichen Glaubens.

Aber betrachten wir seine Taten und Worte. Der Text für unsere Andacht stammt aus dem Matthäusevangelium, Kapitel 21, und wir beginnen bei den Versen 18 und 19. Dort heißt es:

Als er aber am Morgen wieder in die Stadt ging, hungerte ihn. Und er sah einen Feigenbaum an dem Wege, ging hin und fand nichts daran als Blätter und sprach zu ihm: Nun wachse auf dir niemals mehr Frucht! Und der Feigenbaum verdorrte sogleich.

Matthäus 21,18f

Auf den ersten Blick könnte man – wie gesagt – meinen, Jesus würde sich hier nicht so verhalten, wie wir es von ihm gewohnt sind. Am Morgen ist er hungrig. Er will frühstücken. Soweit so menschlich. Aber dann läuft er diesem armen, unschuldigen Feigenbaum über den Weg und findet an ihm keine Frucht, die seinen Magen füllen könnte. Das scheint seinen Zorn zu erregen. Als Konsequenz lässt Jesus diesen Baum augenblicklich verdorren. Klingt nicht nach dem Jesus, wie wir ihn kennen.

Aber in dieser Begebenheit steckt mehr, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Zunächst einmal muss man wissen, dass sich zu Jesu Zeiten der Tempel auf dem Berg Moria befand, dem Tempelberg. Östlich davon lag das Kidrontal, an welches sich wiederum der Ölberg anschloss. Während des Passafestes in der Karwoche hielt sich Jesus in der kleinen Ortschaft Betanien auf, welche auf der anderen Seite des Ölberges gelegen war. Dort lebten seine Freunde Maria, Martha und Lazarus. Früh am Morgen muss er sich von dort aus auf den Weg nach Jerusalem gemacht haben. Während er den Ölberg hinunterlief, sah er eben jenen Feigenbaum von weitem, über den unser Text spricht. Im warmen Klima Israels können Feigenbäume bis zu 10 Meter hoch wachsen. Sie haben recht große Blätter, machmal 25cm lang und 15cm breit. Damals galten sie als beliebte Schattenspender in der nahöstlichen Sonne und ihre Früchte waren eine Delikatesse. Als Jesus vom Haus seiner Freunde Maria, Martha und Lazarus nach Jerusalem zum Gottesdienst ging, erblickte er nun diesen Feigenbaum. Aus der Ferne sah er gut aus. Aber was musste er erkennen, als er ihm näher kam? Er fand keine Früchte an ihm. Der Baum sah von weitem gut aus, bei näherer Betrachtung war er es aber nicht.

Was Jesus in diesem Moment sah, war ein Bild, viel größer und wichtiger, als Essen. Denn der Feigenbaum war damals das Nationalsymbol der Israeliten. Wir heute in Deutschland haben den Bundesadler als Symbol. Aber weil damals der Feigenbaum so wichtig für das Land war, fand man ihn als Zeichen Israels zum Beispiel auf Münzen und Inschriften. Und auch das Alte Testament zeugt davon: Wenn damals alles gut lief für Israel, beschrieb Gott das als ein sicheres Wohnen, jeder unter seinem Feigenbaum. Erquickender Schatten, gute Früchte. Fielen dagegen Feinde ins Land ein, fällten diese all die Feigenbäume und bauten daraus Rammböcke und Belagerungswaffen. War dagegen Frieden, entspannten sich die Israeliten unter ihrem Feigenbaum und genossen das Leben. Beim Propheten Micha heißt es zum Beispiel:

Ein jeder wird unter seinem Weinstock und Feigenbaum wohnen, und niemand wird sie schrecken.

Micha 4,4

Das war es, was Jesus beinahe gesehen hätte: einen wundervollen Feigenbaum mit großen Blättern – ein friedliches Bild, alles in Ordnung. Aber als er näher kam, war es doch anders. Denkt darüber nach: Jesus stand am Stamm dieses Feigenbaumes und was er westlich gelegen vor sich sah, war Jerusalem. Und es war am Morgen. Hinter ihm ging die Sonne über dem Ölberg auf und strahlte eines der herrlichsten Gebäude des 1. Jahrhunderts an: den Tempel Herodes des Großen. Josephus, ein jüdischer Historiker, beschreibt ihn so:

Alles war noch viel erhabener als sein Ruf bei den Fremden… Man muss gewiss um ein solches Bauwerk sehr trauern; es war ja von allen Bauten… das Wunderbarste; zunächst wegen seiner Bauart und Größe, dann aber auch wegen seiner Kostbarkeit in jeder Einzelheit und wegen der Erhabenheit seiner heiligen Räume. … Auf allen Seiten mit schweren goldenen Platten bekleidet, schimmerte der Tempel bei Sonnenaufgang im hellsten Feuerglanz und blendete das Auge gleich den Strahlen des Tagesgestirns.1

Aus der Ferne betrachtet, sah auch dieser Tempel wundervoll aus.

Und es ist nicht nur irgendein Morgen, es ist ein Morgen innerhalb der Passawoche. Bis zu zwei Millionen Menschen waren bei dieser Gelegenheit in der Stadt und Hunderttausende strömten in den Tempel. Wenn wir uns zum Gottesdienst versammeln, sind wir um die 70 Menschen, die gemeinsam singen. Stellt euch vor, wie 700.000 Juden Psalmen zum Besten geben und ihr Gesang an den massiven Steinen des Tempels widerhallt. Und dann denkt an die Priester, die Leviten, die Opfer, die Gebete. Aus der Ferne sah all das gut aus, heilig, religiös. Aber als Jesus dem Treiben näher kam, sah es nicht mehr so gut aus. Um den Tempel herum und in seinen Vorhöfen verkauften Händler Tauben und andere Opfertiere, um Profit mit den Pilgerreisenden zu machen. Die Priester in ihren tollen Roben sahen äußerlich betrachtet sehr religiös aus, in Wahrheit aber waren sie erfüllt von Stolz, liebten das Geld und waren so sehr von sich eingenommen, dass sie selbst dann nicht umkehrten, als der Messias höchstpersönlich vor ihnen stand. Wie der Feigenbaum, der aus der Distanz gut aussah, Jesus aber zornig werden ließ, so waren auch seine Gedanken hinsichtlich der Kirche des 1. Jahrhunderts. Sie sah beeindruckend aus, aber als er ihr nahekam, was da keine Frucht, keine wahre Liebe, keine geistliche Freude.

Und das ist eine Lehre, über die wir ebenfalls nachdenken sollten. Denn das kann mit jeder Kirche zu allen Zeiten geschehen. Aus der Ferne betrachtet sehen wir vielleicht heilig aus, religiös, wie hingebungsvolle Christen. Aber Jesus könnte es nicht egaler sein, wie wir äußerlich betrachtet wirken. Was ihn dagegen sehr wohl interessiert ist das, was er sieht, wenn er nahekommt. Die Fragen, die sich für uns also stellen, sind die: Wie geduldig sind wir mit anderen Gemeindeglieder, gerade mit denen, die nicht in allem unsere Meinung teilen? Wie selbstlos sind wir als Ehepartner – nicht nur im öffentlichen Raum, sondern in unserem Zuhause? Wie gehorsam sind wir als Kinder, wenn die Eltern uns um etwas bitten? Wie viel Freude bereiten wir anderen? Leiden wir mit Frieden im Herzen, weil wir wissen, dass Gott alles zum Besten wendet? Jesus könnte sich nicht weniger für das interessieren, was wir uns gelegentlich gegenseitig vorzuspielen versuchen. Wir könnten mitten im Tempel Jerusalems stehen und es würde Jesus dennoch zornig werden lassen, sieht er keine Früchte an uns.

Unser Text legt uns also eine Sache nahe: Spielen wir Gott nichts vor. Seine Gemeinde ist der Ort, an dem mit Sünden umgegangen wird, aber nicht mit Verschweigen. Denn nur Feigenblätter tragen, aber keine Frucht haben, macht Jesus zornig. Erinnert euch an die einzige andere Stelle in der Heiligen Schrift, wo von den Blättern des Feigenbaums die Rede ist. Im dritten Kapitel des ersten Buches der Bibel sündigten Adam und Eva und waren so beschämt darüber, dass sie ihre Scham mit Feigenblättern zu überdecken suchten. Aber Überdecken, Wegschieben ist nichts, was Gott gefallen kann.

Denn er möchte in jedem von uns Frucht hervorbringen. Trotz all der Sünde, trotz all der Schuld, will er uns gute Wurzeln geben, die in fruchtbarem Boden wachsen, damit die Frucht des Glaubens wachsen kann. So heißt es nun auch in unserem Text weiter:

Und als das die Jünger sahen, verwunderten sie sich und fragten: Wie ist der Feigenbaum so rasch verdorrt? Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr Glauben habt und nicht zweifelt, so werdet ihr nicht allein Taten wie die mit dem Feigenbaum tun, sondern, wenn ihr zu diesem Berge sagt: Heb dich und wirf dich ins Meer!, so wird’s geschehen. Und alles, was ihr bittet im Gebet, wenn ihr glaubt, so werdet ihr’s empfangen.

Matthäus 21,20-22

Das heißt also: Nicht, wenn man einfach nur zur Kirche geht; nicht, wenn man einfach nur betet, sondern wenn ihr glaubt – so sagt es Jesus nicht nur einmal, sondern zweimal in diesem Abschnitt. Durch den Glauben kann Gott große Dinge bewirken, Früchte in uns hervorbringen – selbst in Sündern, wie wir es sind.

Jesus redet hier über das Versetzen von Bergen: Hinter ihm lag der Ölberg, die Jünger hatten ihn direkt vor Augen. Er war etwa 15km vom Toten Meer entfernt. Es scheint ein Ding der Unmöglichkeit, diesen Berg in das nahegelegenste Wasservorkommen zu werfen. Mit seinem Bild des Bergeversetzens will er uns deutlich machen: Durch den Glauben können unmögliche Dinge geschehen.

Denkt an die unmöglichen Dinge, die wir als Christen tun und die für uns alltäglich geworden sind: Wir Sünder dürfen zum Beispiel mit dem heiligen und ewigen Gott reden, so oft wir das wollen und überall da, wo wir es gerade brachen. Und Gott erhört uns. Auch jetzt. Auch in Zeiten der Krise. Zweifelt nicht: „Alles, was ihr bittet im Gebet, wenn ihr glaubt, so werdet ihr’s empfangen.“ Wir dürfen mit Gott über alles reden und ihn um alles bitten. Wir dürfen ihn darum bitten, dass er uns in dieser Zeit die Sorge nimmt und mit allem versorgt, was wir zum Leben brauchen. Wir dürfen ihm bekennen, wenn wir uns Gedanken um liebe Mitmenschen und Familienangehörige machen. Wir dürfen ihn um alles bitten: hinsichtlich unserer Krankheit, hinsichtlich seines Beistandes bei der Versorgung unserer Kinder. Er ist davon nicht genervt, im Gegenteil, er hört auf jedes einzelne Wort seiner Kinder. Meine Lieben, daran dürfen wir glauben und das ist erstaunlicher, als Berge zu versetzen. Wo immer ihr euch gerade befindet, Gott hört euch zu: in euren Wohnungen und Häusern, auf Arbeit, im Rettungswagen, im Krankenhaus – überall.

Und dann denkt an das Kreuz: Am Montag der Karwoche verfluchte Jesus einen Baum, aber am Freitag derselben Woche wurde er an einem Baum verflucht. In diesem Moment versprach Gott, dass all unsere Sünde ins tiefste Meer geworfen wurde. Wenn jede unsere Sünden einem Kieselstein entsprechen und am Ende unseres Leben zu einem riesigen Berg zusammengeschüttet werden würde, dann ist das dennoch nicht zu viel für das Kreuz, nicht zu viel für Gottes Gnade. Immer wieder erinnert uns Gott an dieses Kreuz und versichert uns: „Es ist vollbracht!“ Und deshalb gewährt uns Gott nicht nur einen flüchtigen Blick in den Himmel. Er liebt uns und will eine Ewigkeit mit uns verbringen. Zweifelt nicht. Denn das schenkt uns Frieden. Der Teufel mag umhergehen, wie ein brüllender Löwe, aber wir sind sicher und gerettet – wegen Jesus und allem, was er für uns tat.

Deshalb heißt es im Aaronitischen Segen: „Der Herr segne dich und behüte dich; der Herr lasse leuchten sein Angesicht über dir“. In diesen Tagen mag es uns besonders auffallen, dass die Gesichter von Fremden auf der Straße uns nicht anleuchten. Denn was braucht es, dass uns ein Gesicht anleuchtet? Sie müssen uns kennen und sie müssen uns lieben. „Der Herr lasse leuchten sein Angesicht über dir.“ Glaubt das und zweifelt nicht: Der Herr kennt uns und liebt uns:

Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!

Jesaja 43,1

Und all die Lieder, die wir gewöhnlich miteinander singen, und die Bibelstellen, die wir lesen: Dadurch wirkt der Heilige Geist Glauben in uns. Und das wiederum bringt Früchte in uns hervor, es kann gar nicht anders sein. Denn der Glaube ist die Verbindung zwischen den Wurzeln und den Früchten. Und so segnet uns Gott: Er kann uns verändern, so dass wir der Sünde nicht folgen. Und wenn wir es doch tun, segnet er uns immer noch, indem er uns vergibt.

Meine Lieben, auch wenn wir uns derzeit nicht versammeln können, bleibt dem Wort Gottes treu. Lest es, hört es, singt es. Aber tut es nicht einfach aus Gewohnheit heraus, sondern hört zu, was die Worte besagen. Glaubt es und zweifelt nicht. Denn unser Vater im Himmel würde uns niemals anlügen. Amen.

Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.

Gebet: Freundlicher und gnädiger Vater, wir sind es nicht wert, deine Söhne und Töchter genannt zu werden. Und doch hast du deine Arme nach uns ausgestreckt, uns bei unserem Namen gerufen, und zu deinen Kindern gemacht. Es gibt keine Sünde, die dein Sohn nicht mit seinem Tod aus der Welt geschafft hätte. Und du schließt auch niemanden von deiner Gnade aus. Dafür wollen wir dir danken. Freundlicher und gnädiger Vater, du hast uns gesagt, dass wir für alle Obrigkeit beten sollen. Gedenke in Barmherzigkeit an unsere Bundeskanzlerin, den Bundestag und alle, die Gesetze machen und umsetzen. Schenke, dass sie dir gerade in diesen Tagen in Treue und Weisheit dienen zu unser aller Wohl. Sei bei allen, die für unsere Versorgung, für unsere Sicherheit und Gesundheit hart arbeiten. Steh du ihnen bei, segne sie, damit sie ein Segen sein können für uns. Blicke mit Freundlichkeit auf all jene, die sich einer medizinischen Behandlung unterziehen müssen, die an chronischen Krankheiten leiden, die trauern. Dein Sohn sei ihre Freude mitten im Leid, ihr Heil mitten in der Krankheit und ihr Leben selbst im Tod. Das alles bitten wir dich im Namen deines lieben Sohnes Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Der HERR segne dich und behüte dich; der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; der HERR hebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden. 

  1. https://www.deutschlandfunk.de/die-zerstoerung-des-tempels-von-jerusalem-durch-die-roemer.871.de.html?dram:article_id=125266