Kein Ort wie Zuhause

St. Petrigemeinde ZwickauPredigten

Himmelfahrt, St. Petri 2021

Liebe Freunde in Christus!

Der schönste Ort der Welt ist das Zuhause!

So sagt es die Hauptfigur Dorothy am Ende des weltbekannten Films „Der Zauberer von Oz“ aus dem Jahr 1939. Und wir können nachvollziehen, warum die Hauptfigur diese Worte ausspricht: So groß vielleicht die Sehnsucht nach einer Reise derzeit auch sein mag und so schön es ist, an fremden Orten unterwegs zu sein:Das Bett ist nicht das eigene. Das Kopfkissen fühlt sich irgendwie nie richtig an. Und früher oder später freut man sich, wieder in den eigenen vier Wände sein zu können. Oder denken wir an vergangenen Sonntag – da war Muttertag. Auch der Muttertag mag uns in Erinnerung rufen, warum der schönste Ort der Welt das Zuhause sein kann. Dort ist immer jemand, zu dem man laufen kann, wenn man sich das Knie aufgeschlagen hat. Dort hört jemand zu, wenn der Freund einem das Herz gebrochen hat. Und selbst im Alter von 35 Jahren kann man dort anrufen und seine Sorgen erzählen, wenn das nötig ist.

Der schönste Ort der Welt ist das Zuhause!

ir können mit Dorothy mitfühlen, als sie diesen berühmten Satz am Ende des Films spricht. Denn in ihm steckt eine ganze Menge Wahrheit.

Heute – zu Himmelfahrt – erinnern wir uns an den Tag, als Jesus zurück in sein Zuhause ging. Versuchen wir kurz, uns in Jesus hineinzuversetzen. Ich weiß natürlich, dass wir unvollkommen sind und daher niemals wirklich ergründen können, wie es für Jesus war, auf dieser Erde zu leben, zu sterben und aufzuerstehen. Versuchen wir es uns dennoch ein wenig vor Augen zu führen: Der Herr des Universums kam von dem Ort, an dem es keine Sünde gibt, auf unsere in Sünde gefallene Erde. Dabei ließ er seinen himmlischen Vater zurück. Ebenso ließ er die Freude und die Herrlichkeit hinter sich, die im Himmel zu finden sind, und wurde geboren. Und so sehr er seine irdische Mutter und seinen irdischen Vater auch liebte: Das Heim, welches er auf Erden hatte, verblasste gegenüber seinem himmlischen Zuhause. 33 Jahre Lebenszeit in Niedrigkeit folgten, von denen er drei in der Öffentlichkeit wirksam war. Am Ende dieser Zeit stand die größte Erniedrigung: sein Tod am Kreuz. Und schließlich stand er am Ostermorgen glorreich auf und vollbrachte für uns das, was wir niemals hätten zustande bringen können. Er besiegte nicht nur die Sünde, nicht nur den Teufel, sondern auch unseren Tod. Daran schlossen sich 40 Tage an – zwischen Ostersonntag und der Himmelfahrt. Und ich frage mich, wie diese Zeit für Jesus gewesen sein muss. Er wusste, dass der Zeitpunkt unmittelbar bevorstand, an dem er nach Hause zurückkehren durfte – in die himmlische Herrlichkeit. Schließlich war es soweit.

Und seit 2.000 Jahren feiert die Christenheit diesen Tag. Einen Tag, der unserer Aufmerksamkeit würdig ist. Das sahen schon die Verfasser des Apostolischen Glaubensbekenntnisses so. Vier Ereignisse in Jesu irdischem Leben hoben sie besonders hervor: Seine Geburt. Seinen Tod am Kreuz. Seine Auferstehung. Und schließlich heißt es über den Heiland: „Aufgefahren in den Himmel“. Und doch bleibt der Himmelfahrtstag irgendwie hinter den anderen kirchlichen Festen zurück. Keine vollen Gotteshäuser wie zu Ostern. Keine Grußkarten wie zum Weihnachtsfest. Ich zumindest habe noch keine Grußkarte gesehen, auf der gestanden hätte: „Gesegnetes Himmelfahrtsfest“?

Und dennoch ist Jesu Himmelfahrt überaus wichtig für uns: Gäbe es keine Himmelfahrt, wäre das wie ein wunderschönes Haus zu bauen, ohne darin je zu wohnen. Oder wie ein aufwendiges und köstliches Essen zu kochen, aber anschließend verzehrt es niemand. Oder wie eine wunderbare Bombe zu bauen, um einen Berg zu sprengen, damit man eine neue Straße bauen kann, aber ohne Zünder. Und so kann man es auch über die Himmelfahrt Jesu sagen: Sie ist quasi wie der Zünder für alles andere, was Jesus tat. Grund genug also, uns heute Morgen über folgende drei Fragen Gedanken zu machen: Erstens: Was ist die Kraft von Himmelfahrt? Zweitens: Was ist die Natur der Himmelfahrt? Und drittens: Was bedeutet sie für uns?

Unser Predigttext stammt heute Morgen aus der Apostelgeschichte, Kapitel 1. Hört noch einmal die letzten drei Verse des Berichtes der Himmelfahrt Jesu – die Verse 9-11:

Und als die Jünger Jesus nachsahen, wie er gen Himmel fuhr, siehe, da standen bei ihnen zwei Männer in weißen Gewändern. Die sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und seht zum Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen.

Beginnen wir mit der ersten Frage: Was ist die Kraft der Himmelfahrt? Die beiden Engel in ihren weißen Gewändern betrachteten an jenem Tag die Apostel, unmittelbar nachdem Jesus in den Himmel aufgefahren war. Und was sahen sie da vor sich? Am Ende unseres Textes – in Vers 11 – bringen sie ihre Gedanken folgendermaßen zum Ausdruck:

Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und seht zum Himmel?

Warum stellten die Engel diese Frage? Nun, sie wiesen die Jünger mit diesen Worten sanft zurecht – warum? Die Apostel glaubten, dass die Himmelfahrt – Jesu Abwesenheit bedeuten würde. Sie glaubten, dass nun Jesu Schutz und seine Führung mit der Wolke davongetragen waren. Und weil sie so dachten, standen sie traurig da. Sie meinten, einen Verlust erlitten zu haben. Die Engel sagten den Jünger also mit anderen Worten das Folgende: „Wenn ihr nicht von Zuversicht erfüllt seid; wenn ihr dasteht; wenn ihr feststeckt; wenn ihre nicht voller Freude darüber seid, dass Jesus in den Himmel aufgefahren ist, dann habt ihr nicht verstanden, was gerade geschehen ist.“ Oder anders formuliert: Der Groschen war noch nicht gefallen.

Gott sei Dank blieb es aber nicht dabei. Die Worte der Engel waren nicht ohne Wirkung. Das zeigt das Ende des Lukasevangeliums. Auch dort berichtet der Arzt von der Himmelfahrt, wenn auch mit viel knapperen Worten. Und ganz am Ende stehen die Jünger nicht mehr da und starren traurig in den Himmel. Im Gegenteil! Denn Lukas berichtet uns über die Zeit unmittelbar nach Jesu Himmelfahrt das Folgende:

Die Jünger aber beteten Jesus an und kehrten zurück nach Jerusalem mit großer Freude und waren allezeit im Tempel und priesen Gott.

Nun war der Groschen gefallen. Denn die Jünger hatten erkannt, dass die Himmelfahrt nicht die Abwesenheit von Christus bedeutet. Im Gegenteil: Sie ist die erhöhte Gegenwart Jesu. Die Himmelfahrt ist nicht der Verlust von Jesu Nähe und Schutz. Sie ist die unendliche Vergrößerung davon.

Auch wir dürfen uns die Kraft der Himmelfahrt vergegenwärtigen, damit wir nicht wie die Jünger dastehen und traurig in den Himmel starren: Christus ist erhöht und sitzt zur Rechten des himmlischen Vaters. Ein weiser Mann sagte einmal:

Wenn Ihnen das Leben nicht mindestens einmal am Tag das Herz bricht, dann zeigt das einen echten Mangel an Vorstellungskraft.

Und ich denke, seine Worte entsprechen der Wahrheit. So vieles in dieser Welt kann uns das Herz brechen. Vielleicht ist es unser eigenes Verhalten, an dem wir immer wieder verzweifeln. Vielleicht ist es aber auch das der anderer uns gegenüber. Oder wir schauen in diese Welt und sehen all die Zerbrochenheit, all die schlimmen Dinge, die um uns herum geschehen. Man muss ja nur ganz kurz in die Nachrichten schauen, um niedergeschlagen zu sein. Und wie wenig haben wir die Dinge doch unter Kontrolle!

Aber wie damit umgehen? Es gibt immer zwei Möglichkeiten: Entweder man betäubt sich, tötet die Vorstellungskraft und hört damit auf, über all das Böse in sich selbst und der Welt nachzudenken. Oder man wendet sich an die Quelle der ewigen Freude, die das Herz nicht betäubt oder uns blind macht für die eigene Zerbrochenheit oder die der Welt. An Jesus, der nicht nur auferstand, sondern auch in den Himmel aufgefahren ist und von dort alles zum Besten seiner Gläubigen regiert. Die Frage der Engel war berechtigt:

Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und seht zum Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen.

Jesus ist bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. Jesus war, ist und wird immer derselbe sein. Er ist euer Prophet, euer Priester, euer König. Und als solcher regiert er alles zu eurem Wohl bis zu seiner Wiederkunft. Zum Wohl aller, die heute in dieser Kirche sitzen.

Das bringt uns zur zweiten Frage für heute Morgen: Was ist die Natur der Himmelfahrt? Das Wort „auffahren“ oder „aufsteigen“ hat schon im Deutschen eine doppelte Bedeutung. Veranschaulichen wir es uns für einen Moment: Der Thron von England ist im britischen Oberhaus in London zu finden. Eine goldene Monstrosität, die die Machtfülle des englischen Königs zum Ausdruck bringen soll. Googelt es später gern – es ist durchaus sehenswert. Und jeder König und jede Königin Englands wurde auf diesem Stuhl gekrönt. Stellt euch nun vor, euch wäre es möglich, die Stufen zu diesem Thron hinaufzusteigen und euch auf ihn zu setzen. Sicher, die Absperrungen und Sicherheitsbeamten würden das sofort unterbinden. Aber rein theoretisch wäre es möglich, hinauszusteigen und sich auf diesen Thron zu setzen, wenn gerade niemand hinschaut. Nur würde das niemanden von uns etwas bringen. Einfach nur auf diesem Thron zu sitzen, verändert rein gar nichts. Denn das Wort „aufsteigen“ bedeutet zwar einerseits eine räumliche Veränderung. Man geht irgendwo hinaus. Anderseits beschreibt es etwas sehr viel Tieferes. Auf den Thron Englands zu steigen und König zu sein, bedeutet, sein Verhältnis zur englischen Nation zu verändern.

Was bedeutet Jesu Aufstieg oder Auffahrt in den Himmel? Sie bedeutet nicht so sehr eine räumliche Veränderung für Jesus. Die meisten unter uns werden sich an Juri Gagarin erinnern. Er war ein sowjetischer Kosmonaut und der erste Mensch im Weltraum. Mit seinem Raumschiff Wostok 1 hat er die Erde in 108 Minuten umrundet. Und als er aus seinem Raumschiff wieder herausgeklettert kam, soll er zum Spott auf den christlichen Glauben gesagt haben:

Ich bin in den Weltraum geflogen – Gott habe ich dort nicht gesehen.

Natürlich wissen wir: Der sichtbare Himmel über uns und das Weltall, sind nicht das, was die Bibel mit Himmel meint. Jesus verhält sich zu uns ja nicht wie ein Mann auf dem Dachboden sich zu jemanden im ersten Stock verhält. Als Jesus in den Himmel aufstieg, ging er nicht in einen anderen Teil des Universums, so dass Yuri Gagarin ihn dort hätte treffen können. Jesu Himmelfahrt bedeutet, dass er in den Himmel aufgenommen wurde. Sie bedeutet, dass er nun in einem neuen Verhältnis, in einer neuen Beziehung zu uns steht. Bei seiner Menschwerdung nahm Jesus menschliches Fleisch an. Er lebt ein vollkommenes Leben an unserer Stelle und erfüllte so alle Anforderung, die Gott an uns im Gesetz stellt. Er starb für unsere Sünden und stand aus seinem Grab wieder auf. Aber anstatt nun in Raum und Zeit zu bleiben, wo er immer nur an einem Ort zu einer bestimmten Zeit hätte sein können, wurde er in den Himmel aufgenommen, um immer und überall für uns da zu sein. Und Gottes Wort versucht uns das zu veranschaulichen, indem sie sagt, dass Jesus auf seinem himmlischen Thron sitzt. Das bedeutet, dass er nun eine Position hat, in der er alles, was er war und was er tat, für uns anwenden kann: Er ist unser Hirte. Immer und überall. Er ist unser Stellvertreter. Immer und überall. Er ist unser Fürsprecher. Immer und überall. Er ist unser vollkommenes Opfer. Immer und überall.

Um es noch ein wenig deutlicher zu machen: Erinnert euch an Maria Magdalena am Ostermorgen. Als sie Jesus begegnete, warf sie sich vor ihm nieder und wollte ihn offenbar festhalten – vielleicht am Saum seines Gewandes. Und was sagt Jesus ihr darauf?

Rühre mich nicht an! Denn ich bin noch nicht aufgefahren zum Vater.

Wenn man das zum ersten Mal liest, könnte man denken, dass Jesus hier sagen will: „Maria, berühre mich nicht. Das ist tabu. Du wirst schmelzen, wenn du es tust, oder so.“ Aber das kann nicht stimmen: Thomas zum Beispiel bittet er wenig später ausdrücklich darum, seine Wunden zu berühren, damit dieser nicht länger zweifelt. Es muss also etwas anderes gemeint sein. Was Jesus sagen will, ist das Folgende: „Maria, du hast Angst mich loszulassen, weil du Angst hast, mich erneut zu verlieren. Aber lass mich los. Lass mich aufsteigen. Lass mich auffahren zum Vater. Denn wenn ich das tue, wirst du mich nie wieder verlieren. Wenn ich auffahre zum Vater, werden sie mich dir nie wieder wegnehmen können. Sie können dich in Ketten legen. Sie könnten dich in den finstersten Kerker sperren. Sie können alles mit Gittern verrammeln. Aber durch meine Himmelfahrt werde ich dir näher sein als je zuvor. Die Himmelfahrt bedeutet nicht, dass Jesus an einen anderen Ort gegangen wäre. Sondern das Gegenteil: Jesus ist hier. Und er kann immer und zu jeder Zeit bei jedem Einzelnen von uns sein. Was für ein Trost, dass derjenige, der für unsere Sünden starb und für unser ewiges Leben auferstand, immer und überall bei uns ist.

Schließlich noch die dritte Frage: Was bedeutet das für uns? Auf der Erde war es Jesu Werk, uns von der Sünde zu erretten. Sein Werk im Himmel ist es, nicht nur immer bei uns zu sein, sondern auch über alle Dinge zu regieren. Und wozu? Um sie zum Besten für uns zu wenden. Darüber sprach auch einmal der Apostel Paulus im Epheserbrief (1,19-23):

Durch die Macht seiner Stärke hat Gott Jesus von den Toten auferweckt und eingesetzt zu seiner Rechten im Himmel über alle Reiche, Gewalt, Macht, Herrschaft und alles, was sonst einen Namen hat, nicht allein in dieser Welt, sondern auch in der zukünftigen. Und alles hat er unter seine Füße getan und hat ihn gesetzt der Gemeinde zum Haupt über alles, welche sein Leib ist, nämlich die Fülle dessen, der alles in allem erfüllt.

Paulus schreibt, dass Jesus eingesetzt ist zur Rechten Gottes, was schlicht und ergreifend bedeutet, dass er alles unter seiner guten Kontrolle hat. „Über alle Reiche, Gewalt, Macht, Herrschaft und alles“ ist er eingesetzt. Über jede Krankheit, jede Krebszelle, über jedes Herz, jeder zerbrochene Beziehung, jede schlechte Wort, das uns begegnet – über alles, worüber wir uns Sorgen machen. Alles – im ganzen Universum und im Himmel – ist unter Jesu Füße getan. Als aufgefahrener König läuft er nicht mehr von Ort zu Ort, von Dorf zu Dorf, wie er es noch in seiner Zeit auf dieser Erde tat. Nein, er steht über allem, sieht alles und regiert alles. Ist an jedem Ort gleichzeitig und bei jedem Einzelnen von uns. Und Gott hat ihn gesetzt der Gemeinde zum Haupt – was bedeutet, dass Jesus alles zum Wohle seiner Gläubigen lenkt und leitet. Unsere Sorgen, die Dinge, die wir nicht beherrschen und die uns gelegentlich überwältigen – diese Dinge sind mit Jesus nicht auf Augenhöhe, sondern es ist alles unter seine Füße getan.

Wenn wir also Jesus kennen und er uns; wenn er uns segnet und gute Worte zu uns spricht; wenn er nicht gegen sondern für uns ist und alles unter seine Füße getan ist – worüber sollten wir uns da Sorgen machen? Wir mögen die Dinge nicht in der Hand haben, aber ganz anders Jesus: Er ist in den Himmel aufgefahren und beherrscht von dort aus alles. Unser Gott. Der Gott, der uns kennt, uns bei unserem Namen gerufen hat und uns sagt: „Du bist mein.“ Der Gott, der für uns lebte, starb und von den Toten auferstand. Dieser Gott hat alles unter Kontrolle. Wir können das Wetter nicht beherrschen – aber Jesus kann es. Wir haben nicht in der Hand, was mit unseren Kindern geschieht – aber Jesus hat es. Wir können eine Krankheit nicht zum Besten wenden – aber Jesus kann es. Denn Jesus starb nicht nur für unsere Sünden. Er stand nicht nur von den Toten auf und besiegte so unseren Tod. Er ist auch in den Himmel aufgefahren. Deshalb schreibt Paulus in Römer 8 über die Himmelfahrt das Folgende:

Wer will verdammen? Christus Jesus ist hier, der gestorben ist, ja vielmehr, der auch auferweckt ist, der zur Rechten Gottes ist und uns vertritt.

Zur Rechten Gottes – in der Position der Kontrolle, Macht und Stärke – dort vertritt Jesus uns! Er stellt sicher, dass Gott immer für uns ist. Seine durchbohrten Hände sind die beständige Erinnerung daran. Es ist so, wie es der Apostel Johannes einmal schrieb:

Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, der gerecht ist.

Meine Lieben:

Der schönste Ort der Welt ist das Zuhause!

So sagte es die Hauptfigur Dorothy am Ende des weltbekannten Filmes „Der Zauberer von Oz“. Ist dieser Satz nicht besonders wahr hinsichtlich Jesu Himmelfahrt. In seinem himmlischen Zuhause ist Jesus immer da für uns. Dort regiert und führt er alles so, dass es uns zum Besten dienst. Dort ist er unser Fürsprecher, der vor dem Vater für uns eintritt. Und in diesem Zuhause will und wird Jesus nicht allein bleiben. Hören wir zum Schluss Worte, die Jesus kurz vor seinem Tod am Kreuz sprach und die ebenfalls zur Himmelfahrt Jesu gehören:

Joh 14,2-4: In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn’s nicht so wäre, hätte ich dann zu euch gesagt: Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten? Und wenn ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten, will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, damit ihr seid, wo ich bin. Und wo ich hingehe, den Weg wisst ihr.

Jesus ging in sein himmlisches Zuhause, um uns dort eine Wohnung vorzubereiten. Und am Tag unseres Todes werden wir dasselbe tun wie Jesus zum Himmelfahrtstag: in unser ewiges Zuhause gehen.

Der schönste Ort der Welt ist das Zuhause!

Und darum gilt:

Was steht ihr da und seht zum Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen.

Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.