Musik ist ein Geschenk Gottes

St. Petrigemeinde ZwickauPredigten

Liebe Freunde in Christus!

Bevor Musik von vielen Menschen über das Internet gehört wurde, gab es erst Schallplatten, dann Musikkassetten und später CDs. Ich persönlich liebe Vinyl – den warmen Klang der guten alten Schallplatte. In Vorbereitung auf diese Predigt habe ich mir einige davon angeschaut und musste manchmal lächeln. Viel Schönes ist dabei, wie Aufnahmen von Bob Dylan, Van Morrison und anderen. Auch Klassisches von Schostakowitsch oder Dvořák hielt ich in Händen. Aber geht es euch auch so, dass ihr euch über manche musikalische Anwandlung der Vergangenheit gelinde gesagt wundert? Aus führen Jugendtagen habe ich noch eine Bravo-Hits-CD – wie vermutlich fast jeder aus meiner Generation. Oder ich besitze eine Aufnahme der schönsten Musical-Hits. Warum auch immer?!

Aber sei es drum: Unweigerlich dachte ich darüber nach, was Musik für mich im Laufe meines Lebens bedeutet hat. Ich bin seit 13 Jahren Vater, seit 7 Jahren Pastor – Musik aber spielt schon sehr viel länger eine zentrale Rolle. Den meisten unter uns mag es ähnlich gehen. Ihr mögt meinen Musikgeschmack nicht teilen. Aber ich kann mich nicht erinnern, jemals einen Menschen getroffen zu haben, der rein gar nichts mit Musik anfangen kann. Denn Musik hat etwas an sich, das bei allen Menschen Anklang zu finden scheint. Man könnte es vielleicht so ausdrücken: Musik ist wie Butter – sie macht alles besser. Malt euch eine Trauung aus – ohne jede Musik? Das wäre seltsam, nicht wahr? Stellt euch eine Begräbnisfeier vor – ohne die liebsten Choräle der Oma oder des Vaters. Oder: Wie schön kann es sein, durch eine Stadt zu spazieren und den Straßenmusikern bei der Arbeit zuzuhören. Oder: Denkt an einen Film – ohne die passende Musik wäre er irgendwie fade und langweilig. Denn Musik kann alles im Leben ein Stück weit schöner und besser machen. Natürlich gibt es Zeiten für Ruhe und Stille. Aber für viele Dinge im Leben; für die Höhen und Tiefen; für Freud und Kummer gilt: Musik macht vieles besser.

Heute möchte ich mit euch ein wenig über die Verbindung zwischen Gott und Musik nachdenken. Eigentlich hatte ich das schon für den Sonntag Kantate angedacht. Aber dieser fiel gerade in die Zeit, in der wir im Gottesdienst nicht singen durften. Da erschien es unpassend. Aber: Gerade der Sonntag Kantate – und auch der Fakt, dass wir so lange nicht singen durften, zeigt, wie sehr Musik mit unserem Leben – gerade auch mit unserem Glaubensleben und mit Gott selbst verknüpft ist.

Das dürfte auch der Grund sein, warum die Heilige Schrift an vielen Stellen über Musik spricht: Als der Herr sein Volk aus der Sklaverei Ägyptens befreite und die Israeliten das Schilfmeer trockenen Fußes durchquert hatten, taten sie eine Sache nahezu augenblicklich: Mose und Millionen Gläubige sangen ein Loblied und musizierten mit Pauken (vgl. 2 Mose 15). Oder denkt an Hanna, die Mutter des Propheten Samuel. Zunächst war sie nicht in der Lage gewesen, ein Kind zu empfangen und hatte deshalb mit jeder Menge Kummer und Traurigkeit zu kämpfen. Doch der Herr tat ein Wunder und Hanna wurde schwanger. Und als sie schließlich ihr Gelübde erfüllte und Samuel als Gottgeweihten dem Herrn übergab – was tat sie da? Sie stimmte ein Loblied an. Eine recht ähnliche Begebenheit finden wir im Neuen Testament. Nachdem der Engel Gabriel der Jungfrau Maria die Geburt eines Kindes verkündet hatte und dass dessen Name Jesus lauten würde, was tat Maria nur 10 Verse später in unseren Bibeln? Ihren Lobgesang nennen wir das Magnifikat. Und so war es auch bei Jesus selbst. Am Donnerstagabend saß er mit seinen Jüngern zu Tisch, aß das Passa und setzte das Abendmahl ein. Und noch bevor er in der Nacht verhaftet und am Freitag an ein Kreuz gehangen werden würde, tat der Heiland eine Sache: Er sang mit seinen Jüngern (Mt 26,30). Dann denken wir an den Psalter. Auch wenn man diese Sammlung hebräischer Poesie nicht eins zu eins mit dem vergleichen kann, was wir heute „Gesangbuch“ nennen, finden wir darin eine ganze Menge Hinweise auf Musik: Melodieangaben zum Beispiel oder eben die Aufforderung, dem Herrn zu singen und ihn mit Posaunen, Harfen und Pfeifen zu loben. Und schließlich schreibt der Apostel Paulus im Epheserbrief:

Ermuntert einander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern, singt und spielt dem Herrn in eurem Herzen.

Zusammenfassend kann man also sagen: Musik spielt immer wieder eine Rolle in der Heiligen Schrift. Oder anders formuliert: Musik ist ein Geschenk Gottes. Und mein erster Punkt heute Morgen laut: Musik ist beinahe ein Wunder. Musik an und für sich – der Klangsinn – ist ein gottgegebenes Wunder.

Um das zu beweisen, brauche ich die Hilfe unserer Organistin. Sie und ich haben tagelang geübt, um mit euch dieses Wunder teilen zu können. Und nun ist der große Moment gekommen. Organistin spielt einen Ton. Falls ihr jetzt denkt, das wäre irgendwie lahm gewesen, lasst mich das Folgende sagen: Wir sind einfach viel zu sehr daran gewöhnt, Töne wahrnehmen zu können. Es ist schlicht alltäglich für uns. Dabei ist es beinahe ein Wunder. Dass wir den Ton, den Katrin anstimmte, hören können, ist technisch gesehen natürlich kein echtes Wunder. Denn ein solches wird so definiert, dass die Naturgesetze, die Gott erfunden hat, für einen Moment außer Kraft gesetzt werden. Was wir aber hörten, folgte den Naturgesetzen. Aber denkt man genauer über die Tatsache nach, dass wir Musik machen und wahrnehmen können, dann muss einem förmlich der Mund offen stehen.

Die Schallwellen, die dieser Ton erzeugt, haben eine Frequenz – irgendwo zwischen 300 und 500 Hertz. Diese unsichtbaren Wellen werden durch unsere Ohrmuschel und den Gehörgang auf das Trommelfell geleitet. Dieses gerät in Schwingungen und überträgt die Schwingungen auf drei kleine Gehörknöchelchen im Innenohr. Die im Innenohr – genauer in der Chochlea – vorhandene Flüssigkeit gerät dadurch ebenfalls in Bewegung. Dort befinden sich 20 bis 30.000 winzige Härchen, die man nicht sehen kann. Jedes von ihnen ist auf eine andere Frequenz eingestellt. Und abhängig davon, welches von ihnen zu schwingen beginnt, wird eine elektrisches Signal an unser Gehirn gesandt. Dort angekommen, springen bis zu 10 Regionen an und verarbeiten das Signal. Sie hören den Klang. Würde Katrin einen Akkord spielen oder eine Melodie, würde unser Gehirn Harmonien wahrnehmen oder auch einen bestimmten Rhythmus. Das Gehirn kann sogar die Note vorausahnen, die als nächstes in einer Melodie folgt. Habt ihr je mit den Händen geklatscht und mit dem Fuß zur Musik gewippt, liegt das daran, dass das Gehirn aktiv wird. Wenn eine Melodie vertraut klingt, werden Erinnerungen abgerufen, die man mit dieser verbindet. Botenstoffe wie Dopamin werden freigesetzt. All das und noch viel geschieht, wenn wir Musik wahrnehmen. Ihr und ich sind nur so gewöhnt daran, wie unser Gehirn arbeitet, unsere Ohren hören und unsere Augen sehen. Denkt man aber wirklich einmal darüber nach, kann man nicht anders und es als ein Wunder vor unseren Augen betrachten.

Ganz ähnlich hat es auch einmal David formuliert – in einem Psalm, der explizit für das Singen im alttestamentlichen Gottesdienst bestimmt war. In Psalm 139,14 dichtet der König:

Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.

Das ist die Wahrheit. Die Art und Weise, wie wir für Musik geschaffen wurden, kann man nicht anders bezeichnen als wunderbar. Würden wir nicht an Gott glauben, wäre hier spätestens der Zeitpunkt gekommen, wo man ins Nachdenken geraten muss: Wie kann das sein? 20-30.000 winzige Härchen in einem Gebilde, das einer Schnecke ähnelt – so klein, dass man sie nicht sehen kann. Und jedes von ihnen bewegt sich genau zur richtigen Zeit, genau zur richtigen Frequenz, so dass ich hören kann, dass Musik etwas Schönes ist und Glückshormone ausgeschüttet werden. Ein Wunder vor unseren Augen und ein Segen, den Gott uns schenkt.

Besonders eindringlich wird man daran erinnert, wenn man sich Berichte über gehörlose Kinder anschaut, die das erste Mal in ihrem Leben Geräusche wahrnehmen. Seit einigen Jahren gibt es medizinische Fortschritte, genauer Implantate in der Hörmuschel, die es Gehörlosen ermöglichen zu hören. Besonders bewegend ist es, dies bei kleinen Kindern zu beobachten. In einem Bericht sieht man ein elf Monate altes gehörloses Kind auf dem Schoß seiner Mutter sitzen. Neben ihr die große Schwester, vielleicht 5 oder 6 Jahre alt. Dann hat der Arzt das Implantat angebracht und so eingestellt, dass die elektrischen Impulse zum Gehirn gelangen können. Die große Schwester fragt mit breitem Grinsen: „Bist du meine kleine Schwester?“ Die Augen des Babys werden riesengroß. Zunächst wirkt es verwirrt, was da vor sich geht. Aber dann lächelt es. Aus dem Lächeln wird ein Kichern, tief aus dem Innersten. Sie kann nicht mehr damit aufhören. Dann meldet sich die Mutter zu Wort: „Du kannst mich hören“, sagt sie. Und zum ersten Mal in ihrem Leben zeigt das Baby eine Reaktion auf ihre Mutter und dreht seinen Kopf zu ihr. Der Bericht ist nicht lang: Aber man kann nur eine Sache denken: Hören ist solche ein Segen! Viel zu oft nehmen wir es für selbstverständlich, von Gott so wunderbar gemacht zu sein. Wir mögen eine großartige Aufnahme eines Sinfoniekonzertes anhören. Wir mögen Zuschauer bei der Aufführung unsere Kinder oder Enkelkinder in der Musikschule sein. Wir mögen die Stimme eines Freundes am anderen Ende der Telefonleitung hören. Oder einfach ein Kind, das uns anstupst und dabei ruft: „Mama, Mama, Mama“. Die Tatsache, dass unser Gehirn all das wahrnehmen kann, ist ein großes Geschenk Gottes.

Ein Geschenk, auf welches wir achten dürfen und sollten. Auf den Klang eines Instrumentes oder den einer Stimme; auf das Geräusch einer Autotür, die geschlossen wird, nachdem man tagelang unterwegs war und nun endlich zuhause angekommen ist; auf die Klänge der Natur, wenn man die Augen schließt und versucht, jedes Geräusch wahrzunehmen – all die unsichtbaren Schallwellen, die Vögel erzeugen, der Wind oder Insekten. Es wird eine Zeit kommen, in der die winzig kleinen Härchen in unserem Innenohr steif werden, die Musik verklingt und wir keine Ohren mehr haben zu hören. Bis dieser Tag kommt, dürfen wir uns zurücklehnen, zuhören und uns immer wieder des Wunders bewusst. Wir dürfen dafür dankbar sein, dass Gott uns dieses Geschenk in unsere Hände bzw. Köpfe gelegt hat. Das Geschenk der Musik.

Halleluja! Lobet Gott in seinem Heiligtum, lobet ihn in der Feste seiner Macht! Lobet ihn für seine Taten, lobet ihn in seiner großen Herrlichkeit! Lobet ihn mit Posaunen, lobet ihn mit Psalter und Harfen! Lobet ihn mit Pauken und Reigen, lobet ihn mit Saiten und Pfeifen! Lobet ihn mit hellen Zimbeln, lobet ihn mit klingenden Zimbeln! Alles, was Odem hat, lobe den HERRN! Halleluja!

Musik ist ein Geschenk Gottes, beinahe ein Wunder – das war der erste Punkt. Aber noch etwas Zweites wollen wir heute bedenken. Gute Musik, jede Art von Musik, ist ein Geschenk. Der Beat eines Schlagzeuges, ein begnadeter Gitarrist oder Trompetenspieler, Harmonien, die sich ineinander verflechten. Musik muss keinen Text haben, um angenehm zu sein und einen Genuss darzustellen. Das ist vielleicht wie bei einem Teenager, den man fragt, um was es in dem Lied, welches er gerade hört eigentlich geht und der einfach antwortet: „Keine Ahnung. Ich mag einfach die Musik.“

Musik braucht nicht notwendigerweise eine Botschaft, um kraftvoll zu sein. Aber kombiniert man gute Musik mit einer guten Nachricht – mit der guten Nachricht –, kann Erstaunliches im Herzen geschehen. Zum Beispiel, wenn der Choral auf der Beerdigung eine Botschaft hat, die die eigene Trauer berührt. Oder am Ostermorgen verleiht ein Lied der eigenen Freude über die Auferstehung Jesu die richtigen Worte. Und das ist der zweite Punkt für heute Morgen: Die Botschaft ist das echte Wunder. Die gute Nachricht des Evangeliums kombiniert mit Musik kann sich geradezu in unsere Herzen graben.

Einer meiner liebsten Choräle ist „Jesus, meine Freude“ – das sollte bekannt sein, so oft wie wir es singen. Schon die Melodie an und für sich ist großartig. Aber erst verbunden mit dem Text entfaltet der Choral seine volle Kraft – gerade in Zeiten, in denen es einem nicht gut geht. In Zeiten, wo man einfach nur traurig ist – vielleicht über sich selbst. Über die Worte, die man sagte. Über die Entscheidungen, die man traf. Über die Welt um einen herum, die oft so zerbrochen ist. Aber dann hört oder singt man die letzte Strophe des Liedes:

Weicht, ihr Trauergeister, / denn mein Freudenmeister, / Jesus, tritt herein. / Denen, die Gott lieben, / muss auch ihr Betrüben / lauter Zucker sein. / Duld ich schon hier Spott und Hohn, / dennoch bleibst du auch im Leide, / Jesus, meine Freude.

Was für ein Trost, was für eine Erinnerung an den Freudenmeister Jesus, durch den die Worte aus Psalm 104 Wahrheit sind:

Die Sünder sollen ein Ende nehmen auf Erden / und die Gottlosen nicht mehr sein. Lobe den HERRN, meine Seele! Halleluja!

Auch meine eigene Sünde, meine eigene Gottlosigkeit, die mir noch so oft anklebt, wird eine Ende haben. Lobe den Herrn!

Und so kann es uns mit vielen christlichen Liedern und Chorälen gehen. Was sagt man zu Gott – wie bekennt man die Sünde, die man schon zum hundertsten Mal vor ihm bekennen musste? Wie verleiht man seiner Reue Ausdruck und meint es auch so, wenn es dieselbe Rede ist, die man vielleicht schon zum fünften Mal in einer Woche gehalten hat? Wie redet man als ein Sünder, der es eigentlich besser wusste und der in seinem Stolz dennoch ein weiteres Mal gefallen ist? Was sagt man, wenn man sich fragt: Warum habe ich das getan? Warum habe ich das gesagt – schon wieder? Warum war ich zornig? Warum so bitter? Warum so neidisch? Warum reagiere ich allergisch auf den Klang ihrer Stimme? Warum nervt mich seine Einstellung so sehr, dass ich nicht eindämmen kann, was in meinem Herzen ist? Und man weiß es besser und will besser sein – aber man ist es nicht.

Mir ist Erbarmen widerfahren, / Erbarmen, dessen ich nicht wert; / das zähl ich zu dem Wunderbaren, / mein stolzes Herz hats nie begehrt. / Nun weiß ich das und bin erfreut / und rühme die Barmherzigkeit.

Ich hatte nichts als Zorn verdienet / und soll bei Gott in Gnaden sein. / Gott hat mich mit sich selbst versöhnet / und macht durchs Blut des Sohns mich rein. / Wo kam dies her, warum geschiehts? / Erbarmen ists und weiter nichts.

Mir ist Erbarmen widerfahren! Das Lied spricht – gekleidet in eine ansprechende Melodie – von Jesus. Obwohl sein Herz heilig und vollkommen anders als mein stolzes Herz ist, hat er sich nicht nur einem Sünder wie mir genähert, sondern ihn mit Gott versöhnt und rein gemacht hat – durch sein Blut.

Wo kam dies her, warum geschiehts? / Erbarmen ists und weiter nichts.

Das Lied spricht von der wunderbaren Liebe, deren wir eigentlich nicht wert sind, die wir nicht verdient haben, und die Gott uns wegen Jesus dennoch zuteil werden lässt.

das zähl ich zu dem Wunderbaren

Das Evangelium ist in der Tat ein echtes Wunder! Das bringt uns zum Singen. Das bringt uns dazu, Gott zu loben, wie es auch Philipp Jakob Hiller in der 3. Strophe seines Liedes tut:

Das muss ich dir, mein Gott, bekennen, / das rühm ich, wenn ein Mensch mich fragt; / ich kann es nur Erbarmen nennen, / so ist mein ganzes Herz gesagt. / Ich beuge mich und bin erfreut / und rühme die Barmherzigkeit.

Es ist nicht nur gute Musik, die die Seele berührt – es ist Musik verbunden mit der besten Botschaft in der gesamten Menschheitsgeschichte. Es ist die gute Botschaft, die Paulus im Epheserbrief beschreibt und die auch eine Rolle bei der Abfassung des angesprochenen Liedes gespielt haben dürften. Paulus schreibt in Kapitel:

Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme.

Ja, wir bekennen mit Paulus, dass wir das Gute, das wir tun wollen, so oft nicht tun und in das Böse, das wir nicht wollen, so oft einwilligen. Und doch bleibt Gnade immer Gnade. Nicht aus Werken, nicht weil wir es verdient haben oder es wert wären.

Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben

Jesus lebte, starb und erstand, so dass er uns Vergebung schenken konnte. Und deshalb müssen wir nicht an die Decke starren, des Nachts wachliegen und uns fragen, warum wir nicht besser geworden sind. Stattdessen können wir bekennen und erfahren, dass wir immer noch geliebt werden, dass wir immer noch heilig und untadelig vor Gott stehen und dass sein Angesicht vom Himmel immer noch über uns leuchtet. Und all das frei und umsonst – allein aus Gnaden und Erbarmen.

Lasst uns beten:

Lieber Herr Jesus Christus, wir danken dir dafür, dass du bist, wie du bist. Du hattest jedes Recht, als Lehrer in unsere Welt zu kommen, um unsere guten Taten zu loben und die schlechten zu tadeln. Du hättest jedes Recht gehabt, als Richter zu kommen. Aber du hast das nicht getan. Du bist gekommen, um die zu suchen und zu retten, die verloren waren. Du bist gekommen, um uns wieder und wieder Gnade, Liebe und Vergebung zuzusprechen. Und du bist nicht nur für einige gekommen, sondern für alle Menschen.

Jesus, deshalb lieben wir dich. Dein Evangelium gilt allen Menschen aus allen Nationen und Kontinenten. Und so stimmen heute Milliarden Menschen ein und bekennen deinen rettenden Namen.

Wir beten zu dir, dass wir keine Kirche sind, die nur über Regeln, Ordnungen, Rituale und Traditionen spricht, sondern über deine Liebe und Gnade.

Hilf uns, dein Geschenk der Musik immer wieder zu erkennen. Hilf uns, wenn wir Choräle und andere Musik hören, über gute Botschaft nachzudenken, damit sie tief in uns eindringt. Und möge sie uns von innen heraus verändern, so dass wir besser lieben und uns mehr anstrengen – nicht um uns deine Zuneigung zu verdienen, sondern weil sie uns längst gehört.

Schenke uns Frieden, Freude, Zufriedenheit und lass uns das Wunder deiner Gnade immer erstaunlich werden.

Wir beten all das in deinem heiligen und rettenden Namen. Amen.