Vom Apfel, der keiner war

St. Petrigemeinde ZwickauPredigten

2. Adventsandacht, St. Petri 2021

Liebe Freunde in Christus!

Auf Gemälden bekannter Künstler sieht man ihn immer wieder. Uns selbst hat sich das Bild wahrscheinlich so tief eingeprägt, dass wir ebenso an ihn denken, wenn wir vom Garten Eden und der Versuchung der ersten beiden Menschen hören. Die Rede ist vom Apfel. Ob Tintoretto, Albrecht Dürer oder Lucas Cranach, der Ältere: Haben Maler die berühmte Paradiesszene dargestellt, dann ist das erste Menschenpaar nackt zu sehen, Eva reicht Adam gerade die Frucht, von der sie bereits abgebissen hat. Und fast immer ist es ein Apfel.

Der Baum der Erkenntnis als Apfelbaum gehört fest zur Bildgeschichte des Christentums. In der Bibel steht zur Botanik des Paradieses allerdings nur wenig. Die Blätter, mit denen Adam und Eva später ihre Blöße bedecken, sind Feigenblätter. Aber was da am Baum der Erkenntnis wuchs, wird im Bibeltext schlicht „Frucht“ genannt. Dass es sich dabei um Äpfel gehandelt haben soll, geht wohl auf ein lateinisches Wortspiel zurück. Das lateinische Wort „Malum“ kann nämlich zweierlei bedeuten: Mit kurzem „a“ das Böse und mit langem Vokal „Apfel“.

Aber um welche Frucht es sich genau gehandelt hat, ist gar nicht so wichtig. Schauen wir in dieser zweiten Adventswoche noch einmal in den Garten Eden und damit ganz an den Anfang der Heiligen Schrift. Damals war alles sehr gut. Gott hatte für Adam und Eva alles geschaffen, was sie brauchten. Ihr Leben war gut. Die Beiden führten eine glücklich Ehe. Ihre Körper waren makellos. Das Leben das reinste Vergnügen. Gott schaute auf seine gesamte Schöpfung: Nichts hatte auch nur einen einzigen Fehler.

Wie hat ER es also geschafft? Wie konnte der Teufel zwei Menschen, denen es so gut ging, davon überzeugen, etwas so Schlechtes zu tun? Wie konnte er sie dazu bringen, Gott in Zweifel zu ziehen, Gottes Worte zu ignorieren und gegen ihren Schöpfer zu rebellieren? Gegen den Gott, der es immer und ausschließlich gut mit ihnen gemeint hatte?

Und wie schafft er es heute immer noch? Denn die meisten von uns haben es ebenfalls gut, oder? Sicher, das Leben ist nicht perfekt. Wir befinden uns zurzeit wieder im Ausnahmezustand und müssen Einschränkungen hinnehmen. Und auch darüber hinaus gehen Dinge schief. Es gibt immer wieder Gründe zu weinen. Aber wenn wir auf unsere Leben schauen, müssen wir zugeben, dass Gott es gut mit uns meint. Heute Morgen sind wir in einem warmen Bett aufgewacht. Wir haben ausreichend Essen und Trinken. Wir haben andere Menschen in unserem Leben, mit denen wir reden und lachen können. Unser Leben ist nicht perfekt, aber Gott ist gut zu uns.

Vor allem ist Gott gut zu uns, weil wir Jesus vertrauen dürfen. Durch ihn wissen wir, dass Gott uns liebt. Wir wissen, dass uns alle Sünden vergeben sind, die wir jemals begangen haben und noch begehen werden. Wir wissen, dass es für uns einen Platz im Himmel gibt. Nicht, weil wir so gut wären. Sondern weil Gott so gut ist.

Wir wissen von Gottes Güte und Liebe. Wir vertrauen darauf. Wie schafft der Teufel es also heute immer noch? Wie gelingt es ihm, uns davon zu überzeugen, gegen Gott zu sündigen? Gegen einen Gott, der so gut zu uns ist! Wie konnte er uns überreden, uns Sorgen zu machen – Panik zu schieben wegen der aktuellen Entwicklungen – anstelle einfach zu vertrauen? Wie konnte er uns davon überzeugen, unsere Liebe an Bedingungen zu knüpfen – nach dem Motto: „Wenn der andere freundlich zu mir sind, bin ich es auch. Aber wenn jemand gegen mich sündigt, zeige ich ihm die kalte Schulter und liebe nicht so, wie ich es sollte.“ Wie brachte er uns dazu, in Auseinandersetzungen nicht nur zornig zu werden, sondern die Vergangenheit auszugraben und sie unserem Gegenüber entgegen zu schleudern. Wie konnte er uns davon überzeugen, mit unserer Schuld zu leben? Gerade so, als hätte Jesus am Kreuz nicht ausgerufen: „Es ist vollbracht.“ Wie schafft er das? Schon wieder. Tag für Tag. Sünde für Sünde.

All das hängt mit dem Apfel zusammen, der keiner war. Und mit einer Schlange. Im biblischen Bericht aus dem 1. Buch Mose, Kapitel 3, heißt es:

Aber die Schlange war listiger als alle Tiere auf dem Felde, die Gott der HERR gemacht hatte.

Klar: Die Schlange ist der Teufel. Wie Adam und Eva galt von ihm auch einst das Urteil Gottes: Er war gut – bis eine sehr schlechte Idee sein Herz ergriff. Er wollte so sein wie Gott. Der Judas- und der 2. Petrusbrief zeigen uns, dass Satan und eine Gruppe von Engeln gegen Gott sündigten. Sie wollten ihre Knie nicht vor Gott beugen. Sie wollten ihm nicht dienen, sondern selbst als Gott angebetet werden.

Als Folge ihrer Rebellion wurden sie aus dem Himmel ausgeschlossen. Und nun versuchen sie alles, um euch und mich in die Hölle zu ziehen. Satans Ziel ist es, uns soweit von Gott zu entfernen, dass wir seine guten Gaben nie wieder erfahren. Das sollte uns erschüttern: Satan will, dass wir nie wieder lachen; uns nie wieder sicher fühlen; nie wieder Ruhe finden. Satan will, dass wir keine Freunde mehr haben. Oder dass uns je wieder ein anderer Mensch uns liebt und sich um uns kümmert. Er will uns vollständig von Gott trennen. Genau das ist ja die Hölle. Dass wir so weit von Gott entfernt sind, dass wir noch nicht mal mehr einen Funken seiner Herrlichkeit und Liebe erhaschen.

Wenn uns der Teufel allerdings versucht, erwähnt er diesen Teil der Geschichte natürlich nie. Unser Vers sagt, dass er listig ist. Oder anders ausgedrückt: Satan kann sehr gut lügen. Das erklärt vielleicht auch, warum dieser erste Vers des 3. Kapitels so seltsam ist. Eine Schlange, die reden kann? Wenn das nicht merkwürdig ist! Allerdings – was hatte Satan für andere Möglichkeiten? Sich als Satan höchstpersönlich vorstellen? „Hallo, mein Name ist Teufel. Schön, euch zu treffen. Übrigens: Ich möchte euch von Gott abbringen. Stattdessen biete ich euch die ewigen Qualen der Hölle an, wo Heulen und Zähneklappern ist. Na, wie sieht’s aus: Wollt ihr mit mir sündigen?“ So macht es Satan natürlich nicht. Lieber wirkt er etwas seltsam auf Adam und Eva, als bösartig. Er verbirgt sich lieber hinter der Gestalt einer Schlange, statt den Beiden als offensichtlicher Versucher gegenüberzutreten. Er ist listig.

Und seine List wird noch schlimmer. Schauen wir weiter in unserem Text:

Die Schlange sprach zu der Frau: Ja, sollte Gott gesagt haben: Ihr sollt nicht essen von allen Bäumen im Garten?

So beginnt der Teufel immer, wenn er uns versucht: „Ja, sollte Gott gesagt haben…? Kennst du denn den wahren Sinn seiner Worte überhaupt nicht? Bist du dir wirklich sicher? Hast du richtig zugehört?“

Nun erinnerten sich Adam und Eva aber sehr wohl an das, was Gott gesagt hatte. In unserem Text heißt es nämlich weiter:

Da sprach die Frau zu der Schlange: Wir essen von den Früchten der Bäume im Garten; aber von den Früchten des Baumes mitten im Garten hat Gott gesagt: Esset nicht davon, rühret sie auch nicht an, dass ihr nicht sterbet!

Eva kannte Gottes Worte: „Alle Bäume – alle Früchte sind mein Geschenk an euch. Aber dieser eine Baum – der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse – ist nicht für euch bestimmt. Dieser Baum dient als Vertrauensbeweis, weil ihr wisst, dass ich es gut mit euch meine. Er ist eure Gelegenheit zum Gottesdienst.“

Eva erinnerte sich also. Sie erinnerte sich auch, dass Konsequenzen drohen, wenn sie nicht auf Gott hören. „Esst nicht von der Frucht, dass ihr nicht sterbet.“

Tod in der Bibel bedeutet Trennung. Bei unserem physischen Tod trennen sich Leib und Seele voneinander. Aber diese Warnung Gottes enthält mehr als nur den leiblichen Tod. Gott sagte: „An dem Tag, an dem Adam und Eva von diesem Baum essen, werden sie geistlich sterben. Ihre Herzen werden von diesem Moment an von Gottes Gegenwart getrennt sein.“ In der Gegenwart Gottes gibt es Frieden und niemals endende Freude. Man fühlt sich nie ängstlich oder macht sich Sorgen. Gott sagt also: „Wenn ihr euch dafür entscheidet, euch von mir zu trennen – wenn ihr sündigt – dann stirbt etwas in euch. Es geht der Teil in euch verloren, der in meiner Gegenwart vollkommen zufrieden war.“ Das bedeutet geistlicher Tod. Und das war die Konsequenz dafür, die Frucht zu essen.

Auch daran erinnerte sich Eva. Satan sah sich also mit einer ziemlich aussichtslosen Aufgabe konfrontiert. Was soll er nun noch sagen? Wie kann Satan jemanden austricksen, der Gottes Wort und die Konsequenzen der Sünde kennt? Wie schafft er das bei uns? Die meisten unter uns kennen Gottes Wort von Kindesbeinen an. Wir kennen die Gebote. Die meisten könnten sie wohl aus dem Kopf ansagen. Wir wissen, was Gott zum Thema Sorgen, Vergebung oder anderen Dingen zu sagen hat. Wie kann Satan uns also davon überzeugen, gegen Gottes Wort zu handeln?

Die Antwort findet sich in unseren nächsten beiden Versen:

Da sprach die Schlange zur Frau: Ihr werdet keineswegs des Todes sterben, sondern Gott weiß: an dem Tage, da ihr davon esst, werden eure Augen aufgetan, und ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist.

So hat er es geschafft! „Sterben? Gott hat euch gesagt, dass ihr sterben werdet? Glaubt ihr das wirklich? Ihr werdet keineswegs des Todes sterben. Etwas anderes ist wahr: Hat dir denn niemand gesagt, dass Gott überhaupt nicht so gut ist? Eva, lass mich dir die Wahrheit über ihn verraten: Er ist stolz. Gott liebt es, Gott zu sein. Er liebt es, angebetet zu werden und das letzte Wort zu haben. Und er will nicht, dass jemand neben ihm hochkommt. Und er weiß, was geschieht, wenn ihr von dieser Frucht esst. Ihr werdet wissen, was er weiß. Ihr werdet wie Gott sein. Und davor hat er Angst. Deshalb hat er diese leere Drohung ausgesprochen, dass ihr sterbt, wenn ihr von der Frucht esst. Aber das wird nicht geschehen. Kann er da so gut sein, wie er immer behauptet?“

Das ist alles, was Satan tun muss. Er muss uns nur davon überzeugen, dass Gott nicht so gut ist. Zumindest nicht in jeder Situation oder unter allen Umständen. Warum ihm also vertrauen? Warum ihm nachfolgen? Warum daran glauben, dass alles gut für uns ist, was er sagt.

Unglücklicherweise glaubten Adam und Eva der Lüge. Denn ihre erste Sünde bestand nicht im Essen der Frucht – es war ihr Zweifel an Gottes Liebe und Güte. Das, was der Text als Nächstes berichtet, ist nur noch die Folge ihres Zweifels:

Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre und dass er eine Lust für die Augen wäre und verlockend, weil er klug machte. Und sie nahm von der Frucht und aß und gab ihrem Mann, der bei ihr war, auch davon und er aß.

Zum ersten Mal lag die volle Aufmerksamkeit Evas auf der Frucht. Und sie sah lecker aus. Eine Lust für die Augen. Verlockend, weil sie klug machte. Und habt ihr mitbekommen, wie oft Gottes Name in diesen beiden Versen vorkommt? Nicht ein einziges Mal. Wenn Gott überhaupt nicht so gut war, konnte Eva ihn vergessen und auf die Frucht und ihren Nutzen für sie schauen.

Und sie nahm von der Frucht und aß und gab ihrem Mann, der bei ihr war, auch davon und er aß.

Das war der Moment, wo alles Schlechte in diese Welt kam. Und das wegen der einen Lüge Satans – der Lüge, dass Gott nicht so gut ist. Und jetzt wissen wir auch, wie er es geschafft hat. „Konzentriere dich auf die Frucht und vergiss darüber deinen himmlischen Vater.“

Am Ende war es nur ein Wort, welches der Teufel weglassen musste – einen Namen Gottes. Habt ihr es mitbekommen? In den ersten Kapiteln der Bibel tauchen immer wieder zwei Namen Gottes zusammen auf. Der eine Name lautet einfach „Gott“, auf Hebräisch „Elohim“. Wir hatten es schon öfter gesagt: Dieser Name spielt vor allem auf Gottes Allmacht und Allwissenheit an. Der andere Name lautet Jahwe – „HERR“. Im Hebräischen bedeutet er übersetzt „Ich bin“. Gott sagt damit: „Ich bin treu. Ich bin die Liebe.“

In den ersten Kapiteln der Bibel tauchen beide Namen ganz oft zusammen auf. „Gott, der Herr, schuf“; „Gott, der Herr, machte“. Gott ist allmächtig. Aber er ist auch der Gott der Liebe. Immer und immer wieder lesen wir davon – außer in unserem Abschnitt – in dem Teil also, wo der Teufel spricht. Dass Gott die Liebe ist, voller Güte, lässt der Teufel weg. Er nennt ihn immer nur Gott. „Hat Gott wirklich gesagt?“ „Gott weiß…“ „Ihr werdet sein wie Gott.“ Satan musste Adam nicht in einen Atheisten verwandeln. Es reichte, ihn davon zu überzeugen, dass Gott nicht die Liebe – dass er nicht der Herr – ist.

So hat er es also gemacht: Wir sündigen, wenn wir uns auf die Frucht konzentrieren und dabei den Herrn der Liebe vergessen. Und Satan hat verlockende Früchte im Angebot. Gleichzeitig sind sie verboten. Vielleicht ist unsere Frucht das Lieben von Menschen, die es nicht verdient haben. Ich meine, wenn wir selbstsüchtigen Menschen dienen, ihnen Freundlichkeit und Liebe zeigen, wie sollen sie da jemals ihre Lektion lernen? Wie wird der Andere jemals wissen, was er tut, wenn wir ihm keine bösen Blicke zuwerfen und die Stimme nicht im Zorn erheben? Vielleicht ist unsere Frucht der Wunsch, das Leben eines Anderen führen zu können. „Wenn ich ihren Körper, ihr Haus, ihre Kinder haben könnten. Könnte ich nur so schlau oder erfolgreich sein wie er. Wäre das nicht besser?“

Und genau so geschieht es. „Vergesst Gott. Konzentriert euch auf die Frucht.“ Natürlich könnte ich jetzt einfach sagen: „Die Frucht ist böse. Lasst die Finger davon. Wenn ihr davon esst, werdet ihr sterben. Wenn ihr selbstsüchtig seid, wird das alles kaputtmachen. Wenn ihr nur diejenigen liebt, die es eurer Meinung nach verdient haben, wird das niemandem helfen. Wenn wir neidisch sind, frisst uns das von Innen her auf. Wenn wir stolz sind, werden andere uns meiden.“ Natürlich könnte ich euch von den Konsequenzen der Sünde erzählen. Aber es gibt etwas Besseres. Wir können die Frucht der Sünde im Licht der Schöpfung betrachten. Gott hat sie nicht nur deshalb gegeben, um seine Allmacht zu zeigen. Er gab sie, um uns zu versichern, dass er der Gott der Liebe ist.

Gott schuf zunächst das Licht In diesem Licht können wir unsere Kinder und Enkelkinder aus ihrem Bettchen aufstehen sehen. Verträumt und mit zerzaustem Haar. Wir können ihre Wärme spüren, wenn wir sie umarmen, weil Gott uns Sinne gab. Er wollte uns damit zeigen, dass er der Herr der Liebe ist. Und Gott schuf all die Tiere – auch die Tiere, die in unserem Zuhause leben. Sie kümmern sich nicht darum, wie viel wir wiegen oder ob wir Makeup aufgelegt haben. Es ist ihnen egal, ob wir einen guten oder schlechten Tag hatten. Das zeigt uns ein Stück, wie unser Gott ist: Er liebt uns. Er ist nicht nur ein Gott mit Kraft und Macht. Er ist ein Gott der Güte und Barmherzigkeit.

All das Gute in unserem Leben beweist nicht nur Gottes Allmacht. Er zeigt uns damit sein Herz und sagt uns: „Ich kümmere mich um dich. Ich sorge für dich.“ Denkt nur an all die Geschenke, die er uns gemacht hat. Jedes Lächeln, das wir haben dürfen. Der Witz, der uns so lachen lässt, dass es wie Grunzen klingt. Die Gerüche von ätherischen Ölen. Die Musik, die wir hören. Das Kissen, das perfekt zu unserem Kopf passt. Gott predigt uns mit so vielen Dingen: „Ich bin nicht nur Gott. Ich bin der Herr. Ich liebe euch.“

Aber das ist nicht alles und auch nicht das wichtigste. Im Römerbrief schreibt Paulus (Röm 5,8):

Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.

Christus starb für uns, als wir noch Sünder waren! Als wir unsere Zähne noch tief in der Frucht steckten, war das der Moment, als Christus für uns starb. Als wir unwürdig waren. Als wir am Boden lagen. Als wir die Dinge nicht besser, sondern immer nur schlechter gemacht haben. Als wir Gott nichts anzubieten hatten. Als wir von ihm getrennt waren: Das war der Moment, wo er uns so sehr liebte, dass er seinen einzigen Sohn hergab.

Als Jesus auf dieser Erde lebte, konnte er über Wasser laufen. Wir würden sagen: Gott ist allmächtig. Aber er erniedrigte sich eben auch selbst, ging ans Kreuz und starb dort aus Liebe zu uns. Heute; jetzt in diesem Moment – nach allem, was wir gesagt, getan und gedacht haben – nach all den Früchten, die so verlockend aussahen, so dass wir herzhaft zugebissen haben – nach all dem Falschen ist unsere Sünde getilgt – bezahlt. Und wir müssen uns nicht anstrengen, um zu Gott kommen zu können. Wir müssen uns nicht erst verbessern. Jetzt und hier will Gott uns erneut versichern: „Ich vergebe dir, denn ich liebe dich.“ Denn der Herr ist die Liebe. Und er liebt auch dich und mich.

Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.